Lkw-Maut: Verpasste Chance?

© RfK/Bachmann
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Die Einführung der Lkw-Maut auf deutschen Autobahnen im Januar 2005 war ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung. Schließlich wird damit der Lkw-Verkehr, einer der größten Verursacher von Straßen- und Umweltschäden, zur Kasse gebeten. 14 bis maximal 29 Cent müssen Lkw ab einem Gesamtgewicht von zwölf Tonnen pro gefahrenen Kilometer bezahlen. Die Gebührenhöhe orientiert sich neben der Achsenzahl auch an der Umweltverträglichkeit des Lkw. Leider hat es die letzte Bundesregierung trotz mehrfacher Ankündigung versäumt, für Fahrzeuge der Schadstoffklasse Euro VI eine eigene, günstigere Mautklasse einzuführen. Mit einer solchen Mautbegünstigung würde ein Anreiz zur Anschaffung neuer, schadstoffärmerer Lkw gesetzt, denn die für Mehrkosten für die bessere Abgastechnik würden sich durch die günstigeren Mautsätze schnell amortisieren. Daher ist die Mautspreizung eines der geeignesten Instrumente für den Gesetzgeber, um die NO2-Grenzwertüberschreitungen zu mindern.

Weitere Informationen und Forderungen zur Lkw-Maut finden sie in unserem Maut-Positionspapier:

Lkw-Maut.pdf
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