Stickoxidbelastung in Deutschland

© RfK/Bachmann
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Der Gesamtausstoß an Stickoxiden (angegeben in NO2, da NO relativ schnell atmosphärisch zu NO2 oxidiert) ist in den letzten 25 Jahren in Deutschland kontinuierlich gesunken. Wurden 1990 noch fast 2,9 Millionen Tonnen Stickstoffdioxid ausgestoßen, waren es 2011 nur noch rund 1,3 Mio. Tonnen. In diesem Zeitraum konnten alle NO2-Quellen ihre Emissionen reduzieren, absolut betrachtet der Verkehr am meisten. Jedoch hat er nach wie vor den mit Abstand höchsten Anteil an den Gesamtemissionen (ca. 42 Prozent).

 

Entgegen dieses Trends haben sich jedoch die NO2-Jahresmittelwerte in Deutschland nicht entsprechend verringert. So sind die NO2-Belastungen in den letzten 10 Jahren nur minimal gesunken. Mittels eines dichten Netzwerks an Messstationen werden bundesweit die NO2-Werte erhoben. Dabei wird ein klarer Zusammenhang zwischen Messort und NO2-Belastung deutlich: an Hintergrundmessstellen (sowohl im ländlichen wie auch städtischen Raum) treten wesentlich geringere NO2-Belastungen auf, als an verkehrsnahen Messorten. Dies verdeutlicht noch einmal eindrucksvoll die Rolle lokaler Emissionsquellen (Verkehr) und zeigt, dass die Reduzierung des Gesamtausstoßes an NO2 in Deutschland keine automatische Verbesserung der Luftqualität für das gesamte Bundesgebiet nach sich zieht.