Auswirkungen

© RfK/Bachmann
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Stickoxide schädigen Menschen, Tiere, die Vegetation und das Klima. Für die menschliche Gesundheit besonders relevant ist Stickstoffdioxid (NO2). Dieses wird über die Atemluft aufgenommen und gelangt tief in die Lungen. Dort beeinträchtigt es die Lungenfunktion, führt zu Reizungen der Schleimhäute oder Infektionen. Ist man längerfristig übermäßigen Stickstoffdioxid-konzentrationen ausgesetzt, kann dies zu chronischem Husten, Bronchitis und Asthma führen. Studien haben auch festgestellt, dass es einen Zusammenhang zwischen hohen NO2-Konzentrationen und einer überdurchschnittlichen Gesamtsterblichkeit oder der Häufigkeit von Krankenhausaufnahmen gibt.

 

Die Vegetation reagiert ebenfalls sensibel auf veränderte Stickoxidkonzentrationen. So wachsen die Pflanzen schlechter und haben in der Folge geringere Erträge. Ebenso trägt NO2 zur Versauerung des Bodens (saurer Regen) bei, was ebenfalls zu einer Schädigung der in im Erdreich wurzelnden Pflanzen führt.

 

Stickstoffdioxid spielt auch eine wichtige Rolle bei der Bildung bodennahen Ozons. Insbesondere in den Sommermonaten (Sommersmog) reagieren NO2 und der Luftsauerstoff durch die Sonnenstrahlung zu Ozon (O3) und Stickstoffmonoxid (NO). Im Gegensatz zu Ozon in hohen Luftschichten, wo es schädliche UV-Strahlung zurückhält, hat bodennahes Ozon direkte negative Auswirkungen auf Menschen und Umwelt. Es reizt die Atemwege und Schleimhäute und beeinträchtigt die Lungenfunktion. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von jährlich rund 21.000 vorzeitigen Todesfällen in Europa aufgrund hoher Ozonbelastungen aus.

 

Bodennahes Ozon hat auch eine nachgewiesene Klimawirksamkeit. Mittlerweile geht man davon aus, dass es nach CO2 und Methan das drittwichtigste, menschengemachte Treibhausgas ist. Da bodennahes Ozon zum großen Teil photochemisch aus Stickstoffdioxid entsteht, hat es somit auch aus Klimaschutzgründen eine wichtige Bedeutung.