Parkraumbewirtschaftung

© BUND/Hilgenberg
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Parkraumbewirtschaftung ist ein effektives Mittel, den in die Stadt einfahrenden Verkehr zu verringern. Dabei werden die Anzahl der kostenlosen Parkplätze minimiert, sowie die Anzahl der zu bezahlenden Parkplätze gezielt gesteuert.

 

Parkraumbewirtschaftung wird als ökonomisches Instrument und nicht nur aus umweltpolitischen Gründen angewendet. Die Senkung des Verkehrsaufkommens in der Innenstadt und die Erhöhung der kommunalen Einnahmen sind wichtige Ziele. Das Budget des städtischen Nahverkehrs kann dabei durch Querfinanzierung aus den Parkeinnahmen zusätzlich erhöht werden.

 

Gerade für stark besuchte und überlastete Innenstadtgebiete ist die Parkraumbewirtschaftung ein ideales Mittel. Durch Verknappung der Parkplätze oder durch die Preisbildung kann das Instrumente dabei sowohl auf Angebots- als auch auf der Nachfrageseite wirken. Durch Zeitbeschränkungen und zonenabhängige Preispolitik kann die Bewirtschaftung an die lokalen Bedürfnisse und Gegebenheiten angepasst werden.

 

In Europa hat in den letzten Jahren eine längere Liste an Städten erfolgreich Parkraumbewirtschaftung betrieben.

 

Ein gutes Beispiel ist Kopenhagen. Die Stadt hatte das Ziel das Verkehrsaufkommen, insbesondere in den Stoßzeiten, kontrollieren, konnte aber aufgrund fehlender nationaler Gesetzesgrundlagen keine Innenstadtmaut einführen. So entschloss man sich 2005 zu einer neuen Parkplatzstrategie. Bereits 2006 wurde die durchschnittliche Parkgebühr um 50 Prozent erhöht, die Anwohnergenehmigungen in 2010 deutlich erhöht.

 

Paris hat in den letzten zehn Jahren eine grundsätzlich neue Parkstrategie umgesetzt. Die Anzahl an öffentlichen Straßenparkplätzen wurde um neun Prozent reduziert und 95 Prozent aller restlichen Parkplätze wurde kostenpflichtig. In Folge dieser Politik reduzierte sich zwischen 2003 und 2006 der Anteil an Privatfahrzeugen im innerstädtischen Verkehr von 68 Prozent auf 60 Prozent.

 

Siehe hierzu auch: