60 NGOs unterzeichnen Forderungen zum Jahr der Luft

Brüssel, 05. März 2013

Als Bestandteil einer öffentlichen Konsultation der Europäischen Kommission zur Review aller EU Luftreinhalterichtlinien fordern 60 Umwelt-, Gesundheits- und Bürgerverbände die Europäische Kommission auf, ambitionierte Maßnahmen gegen die schlechte Luftqualität in Europa zu unternehmen. Sie formulierten dabei drei Prioritäten, für die die Europäische Kommission rechtliche Maßnahmen ergreifen muss:

• Ambitionierte Emissionsreduktionsziele in der Revision der NEC Direktive;

• Eine sektorspezifische Gesetzgebung, mit der die Emissionen aller wichtigen Verursacher von Luftverschmutzung reduziert wird;

• Die Durchsetzung und Stärkung von Luftqualitätsgrenzwerten.

 

Luftverschmutzung ist immer noch ein Haupt Umwelt- und Gesundheitsproblem in der EU. Hohe Konzentrationen von Feinstaub und Ozon sind sehr schädlich für die menschliche Gesundheit. In städtischen Gebieten sind 80 bis 97% der Bevölkerung einer Luftverschmutzung ausgesetzt, die über den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Gesundheitsschutz liegt. Dies führt jedes Jahr zu fast einer halben Million vorzeitigen Todesfällen in der EU, einem Anstieg der Zahl der Krankenhauseinweisungen, Mehrausgaben für Medikamente und Millionen verlorener Arbeitstage. Mit vielen Jahren Verspätung wird die EU Kommission im Jahr 2013 - dem Jahr der Luft - nun neue Gesetze vorschlagen. Die 60 NGOs fordern deshalb von den EU Institutionen dass sie dabei ehrgeizige und neue Gesetze für alle drei Prioritäten auf den Weg bringen und damit sofort beginnen. Das Forderungspapier finden Sie hier:

 

Joint NGO position paper.pdf
Adobe Acrobat Dokument 727.0 KB