Happy New Air! - 2013 soll das Jahr der Luft werden

Das Jahr 2013 könnte wesentliche Fortschritte für die Luftqualität in ganz Europa bringen. Das zumindest fordern führende Umweltverbände, nachdem EU-Umweltkommissar Janez Potočnik das "Jahr der Luft" angekündigt hat.

 
Der Hintergund: Die EU Komission hat sich vorgenommen, die gesamte europäische Luftreinhaltepolitik zu überarbeiten. Das klingt zunächst zwar ambitioniert, allerdings wurden anstehende Revisionen maßgeblicher Richtlinien aus dem Bereich der Luftreinhaltepolitik in den vergangenen Jahren immer wieder verschleppt. Das hat dazu geführt, dass die geltenden Grenzwerte einiger Luftschadstoffe nicht den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen und teilweise deutlich von den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) abweichen. Europa ist damit zum Entwicklungsland in Sachen Luftqualitätsstandards geworden.
 
Dabei sind die negativen Auswirkungen der Luftqualität in Europa auf Gesundheit, Umwelt und Wirtschaft enorm: Versauerung von Böden, Beschleunigung des Klimawandels, Überdüngung der Meere, knapp eine halbe Million vorzeitige Todesfälle, Kosten für medizinische Behandlung von bis zu 790 Milliarden Euro jährlich und Millionen verlorener Arbeitstage gehen auf das Konto zu starker Luftverschmutzung. Dieser Preis ist absolut inakzeptabel und ein weiteres Zuwarten unverantwortlich! Längst ist bekannt, wie der Schadstoffausstoß verringert, die Luftqualität sukzessive verbessert und die Schäden an Mensch und Natur vermindert werden können. Jetzt ist es an den zuständigen Politikerinnen und Politikern, durch eine entsprechende Gesetzgebung dieses massive Problem ambitioniert anzugehen.
 
Im einzelnen stehen folgende Novellierungen an:
 
- Richtlinie über Nationale Emissionshöchstgrenzen (Richtlinie 2001/81/EG)
- Luftqualitätsrichtlinie (Richtlinie 2008/50/EC)
- Richtlinie für nicht-straßengebundene mobile Maschinen, NRMM (Richtlinie 97/68/EG)
- Richtlinie über die Verringerung bestimmter fluorierter Treibhausgase (Richtlinie 842/2006/EG)
 
Doch was nützen strikte(re) Vorgaben, wenn ihre Einhaltung nicht überwacht wird? Derzeit verstößt ein Großteil der europäischen Mitgliedstaaten ungestraft gegen die Vorgaben, die die bereits bestehenden Richtlinien vorsehen. Es müssen dringend Mechanismen entwickelt werden, die eine zügige und flächendeckende Umsetzung der geltenden und der zukünftigen Grenzwerte garantieren.

 

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