Gesundheitsschäden

Neben den negativen Auswirkungen auf das globale Klima schaden Dieselrussemissionen am Ort der Entstehung der Gesundheit der Bevölkerung. Die Hauptquelle für gesundheitsschädlichen Dieselruß ist der Verkehr.

 

Verschiedenste wissenschaftliche Studien, wie beispielsweise die des Helmholtzinstituts in München, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder des Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen haben unabhängig von einander gezeigt, dass Feinstaub (PM10) und in besonderem Maße der Bestandteil Dieselruß eine schädliche Wirkung auf die menschliche Gesundheit haben.

 

Die Weltgesundheitsorganisation WHO gibt an, dass bereits zehn Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft eine Verkürzung der Lebenserwartung der gesamten Bevölkerung um ein halbes Jahr bewirken. Für Deutschland geht das Umweltbundesamt von 47.000 vorzeitigen Todesfällen pro Jahr aufgrund der Feinstaubbelastung aus. Die Zahlen für alle 27 europäischen Mitgliedstaaten summieren sich gar auf 420.000 Sterbefälle, die als Folge der Luftverschmutzung angegeben werden.

© DUH
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Dieselruss sind lungengängige Feinstpartikel mit einem Durchmesser von weniger als einem Hundertstel Millimeter und gelten aufgrund ihrer karzinogenen Inhaltsstoffe als besonders gesundheitsgefährdende Bestandteile der Atemluft. Aufgrund ihrer geringen Größe gelangen diese Teilchen bis in die kleinsten Verästelungen der Lunge (Alveolen) und lagern sich dort ab. Durch die karzinogenen Bestandteile des Dieselrußes wirken die Teilchen dort und erhöhen das Risiko an Krebs zu erkranken erheblich. Aber auch Asthma, Allergien, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen werden von Feinstaub verursacht.

 

Von Feinstaub betroffen sind weite Bevölkerungskreise, denn Untersuchungen zeigen, dass Feinstaub bereits in sehr geringer Konzentration gesundheitsschädigend wirkt und es keine Wirkungsschwelle gibt, unterhalb derer keine Gesundheitsbelastung besteht. Die Häufigkeit und Intensität der gesundheitlichen Schäden steigt liniear mit der Konzentration von Ruß in der Atemluft. Aus diesem Grund sind sozial benachteiligte Bevölkerunggruppen besonders betroffen. Sie leben häufig in besonders verkehrsintensiven Gebieten, wie stark befahrenen Hauptstraßen. Denn hier sind die Mieten aufgrund der hohen Belästigung durch Abgase und Lärm häufig niedrig.

 

Dauerhafte und effektive Maßnahmen zur Luftreinhaltung verbessern die Lebensqulität in unseren Städten, haben positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung besonders in Städtischen Gebieten, tragen zur Verbesserung der Umweltgerechtigkeit bei und sparen Kosten von sechs Milliarden Euro jährlich allein im deutschen Gesundheitswesen ein.