Baumaschinen
Als Baumaschinen wird die Gruppe an mobilen und nicht mobilen Geräten bezeichnet, die im Bereich von Baustellen eingesetzt werden. Beispiele sind Bagger, Raupen oder Stromaggregate.
Trotz der verhältnismäßig geringen Stückzahlen und Kilometerleistungen führen das hohe Alter, die hohe Motorisierung, der tägliche Einsatz über viele Stunden sowie die späte Einführung von Grenzwerte und damit Abgasreinigung und Effizienzsteigerung zu dem hohen Emissionsanteil in urbanen Gebieten. Baumaschinen sind aus diesen Gründen für knapp 30 % der innerstädtischen verkehrsbedingten Feinstaubemissionen verantwortlich.
Selbst durch die natürliche Erneuerung bei planmäßiger Einführung der neuen Grenzwerte für Stage IIIB werden nach Berechnungen des IFEU jährlich mindestens 1,5 Kilotonnen Ruß emittiert. Allerdings wurde im November 2011 auf europäischer Ebene die Ausweitung der Flexibilisierungsrate von 20 auf 50% diskutiert. Das entspricht facktisch einer Abschwächung der Grenzwertfestsetzung.
In anderen Ländern Europas und weltweit wird hingegen die Ausstattung von Baumaschinen mit Partikelminderungssystemen aus Gründen des Gesundheits- und Klimaschutzes bereits verpflichtend vorgeschrieben. Gute Vorbilder in diesem Bereich sind Japan, Kalifornien und vor allem die Schweiz.
Forderungen der Kampagne an die Politik
- Die Kampagne fordert von allen politischen Ebenen Einsatz im Kampf gegen Feinstaub. Da Ruß neben seiner negativen Wirkung auf das Klima auch nachweißlich der Gesundheit der Menschen vor Ort erheblich schadet, sind Kommunen, der Bund und die Europäische Kommission gefordert.
- Auf europäischer Eben fordert die Kampagne die Einführung ambitionierter Grenzwerte und insbesondere die Einbeziehung der Kenngröße „Partikelanzahl“ bei der Revision der „Non-Road-Mobile-Machinery“- Richtlinie.
- Von der Bundesregierung fordert die Kampagne eine Aufhebung der generellen Ausnahmegenehmigung für alle Baumaschinen ungefiltert in die Umweltzone einfahren zu dürfen.
- Auch die Kommunen sind aus Sicht der Kampagne gefordert. Durch Auflagen in öffentlichen Ausschreibungen kann sicher gestellt werden, dass von Bauunternehmen nur Maschinen mit Partikelmiderungssystemen eingesetzt werden, die die Gesundheit der Anwohner und Baustellenarbeiter ebenso schont, wie das Klima.
Hintergrundpapier_Baumaschine_2012.pdf
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